Programm

"Kunst hält Wache" - 75 Jahre Frieden im eigenen Land vom 18. bis 28. Juni 2020, Donnerstag bis Sonntag von 10 – 22 Uhr, für Schulklassen auch nach Anmeldung außerhalb der Öffnungszeiten.

Bitte beachten Sie die Sicherheits- und Hygienehinweise am Eingang des Geländes

Virtuelle Führungen durch das DAG-Gelände

Der Landsberger Stadtheimatpfleger Dr. Werner Fees-Buchecker führt uns im Rahmen unseres Projektes "Kunst hält Wache - 75 Jahre Frieden im eigenem Land" durch das Gelände der nie in Betrieb gegangenen Nitrozellulose-Fabrik.

 

Die „alte Wache“, die ehemalige Eingangspforte des Fabrikgeländes ist noch im Originalzustand erhalten, dient als Ort für „75 Jahre Frieden im eigenen Land“ und wird exemplarisch für die anderen noch erhaltenen Rüstungsbauten selbst zum Kunstobjekt Produziert wurde dort aber nie. So hat der Ort in den vergangenen 75 Jahren nahezu ohne Funktion den Frieden überdauert. Die Landsberger Anlage steht als einzige materiell erhaltene Anlage exemplarisch für eine Vielzahl von Fabriken, die im ganzen Deutschen Reich verteilt existierten. Sie ist in ihrer Art einmaliges Zeugnis für den hohen Stellenwert der Rüstung im NS-Staat und für die hochprofessionelle und perfektionistische Ausführung militärischer Anlagen dieser Zeit.

 

Landsberg am Lech im Mai 2020 ### Kamera ### Moritz Hartmann, Franz Hartmann ### Schnitt ### Moritz Hartmann ### Musik ### Flight Of The Mind by Max Tune Storytelling Piano by Jam Morgan Course Of Time by Alex Stoner (alle Taketones.com)

Beiträge des Filmforums

NEUER TERMIN!

Sonntag, 28.06.2020 um 20:00 Uhr im Stadttheater:

EIN VERBORGENES LEBEN

Das biografisch gefärbte Filmdrama erzählt die Lebensgeschichte

des österreichischen Bauern Franz Jägerstetter, der aus Gewissensgründen den Kriegsdienst bei der Wehrmacht verweigerte und 1943 in Brandenburg von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. In dem mehrfach ausgezeichneten Film von Terrence Malick gibt es keine Schlachtfelder, sondern nur Weizenfelder, auch keine Horrorschlachten im Konzentrationslager und keine dramatischen

Mitternachtsüberfälle. Dennoch ist EIN VERBORGENES LEBEN uneingeschränkt ein intensiver Kriegsfilm. Es ist nur so, dass der hier gezeigte Kampf ein innerer zwischen einem Christen und seinem Gewissen ist. Ohne die Millionen von Menschenleben zu schmälern, die während des Zweiten Weltkriegs ums Leben kamen, zeigt Malick hier das Schicksal und das Seelenleben eines einzelnen Mannes, und eine Laufzeit von fast drei Stunden scheinen nicht das geringste Übermaß zu sein, wenn es darum geht, das Opfer von Franz Jägerstetter einzufangen, der geächtet und inhaftiert und schließlich für seine Überzeugung hingerichtet wurde. Auch wenn der Film in ferner Vergangenheit spielt, ist es doch auch ein Film über das Heute. Malick mag stets ein Regisseur gewesen sein, der mit filmischen Mitteln nach Transzendenz suchte, er war aber auch immer schon ein politischer Regisseur. Bedenkt man, in welchem Zustand sich gerade Amerika, aber auch viele andere Staaten der Welt befinden, ist es naheliegend, ihn auch auf die Gegenwart zu beziehen. Terrence Malick erzählt in seinem stilistisch und intellektuell überwältigenden Film davon, dass es viel schwieriger ist, dem eigenen Gewissen treu zu bleiben, als sich massenhaftem Widerstand anzuschließen.

 

R+B: Terrence Malick – K: Jörg Widmer- M: James Newton Howard –

D: August Diehl, Valerie Pachner, Bruno Ganz, Jürgen Prochnow, Martin Wuttke,

Franz Rogowski, Tobias Moretti, Alexander Fehling, Ulrich Matthes –

Deutschland/USA 2019, L: 170 Min. FSK 12

Karten erhalten Sie ausschließlich im Vorverkauf im Theaterbüro.

 

Sonntag, 28.06.2020 um 11:00 Uhr im Stadttheater:

FÜR SAMA

 Die Filmemacher Waad al-Kateab und Edward Watts haben einen

beeindruckenden Film gedreht: FÜR SAMA ist ein Vermächtnis an Waad al-Kateabs im Krieg geborene Tochter. Über Jahre hat die junge Frau mit ihrem Handy und ihrer Kamera zunächst die Protestbewegungen und dann den furchtbaren Krieg in Syrien dokumentiert. Sie hat das Leid der Menschen und der Personen in ihrer unmittelbaren Nähe aufgezeichnet und findet selbst inmitten der grauenhaften Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. Gerade durch diesen Blick von innen heraus ist der Film so besonders, so wahr, so entsetzlich und unfassbar. Und doch ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen, für den Zusam-menhalt in Krisenzeiten und für Toleranz. Der Film ist ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad al-Kateab an ihre Tochter Sama. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erzählt sie von ihrem Leben im aufständischen Aleppo, wo sie sich in

Edward Watts verliebt, heiratet und ihr Kind zur Welt bringt, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg immer größere Zerstörungen anrichtet. Ihre Kamera zeigt auf berührende und unmittelbare Weise Verlust, Überleben und Lebensfreude inmitten des Leids. Waad muss sich entscheiden, ob sie fliehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen oder bleiben und den Kampf für die Freiheit weiterführen soll. Der Film wurde als bester Dokumentarfilm für den Oscar nominiert und kommt jetzt nach der Berlinale zu uns ins FILMFORUM:

 

R+B+K: Waad al-Kateab + Edward Watts – Großbritannien/Syrien

2019, L: 100 Min., FSK 16

Karten erhalten Sie ausschließlich im Vorverkauf im Theaterbüro.

 

Ansprechpartner Organisation

 

Moritz Hartmann



Stadt Landsberg am Lech | Katharinenstraße 1 | 86899 Landsberg am Lech | www.landsberg.de

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Firma Krehle, Landsberg am Lech

 

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