Künstler*innen

Bernd Zimmer - Nana Dix - János Fischer - Cornelia Rapp - Wolfram Kastner - Otto Dressler (+ 2006) - Franz Hartmann - Andreas Kloker - Anne Wodtcke - Paul Rietzl - Max Weisthoff - Harry Sternberg - Peter Bayer - Samuel Schaab - Axel Wagner - Wenzel Ziersch - Dieter Olaf Klama - Günter Wangerin - Andreas Bindl (+ 2010) - Sina-Maria Schweikle - Kristina Milz -Kunst für Frieden e.V. - Gila Prast Stolzenfuss - Claudia Starkloff - Sybille Engels


Bernd Zimmer

einer der prominenten Vertreter der Neuen, Wilden Malerei der 1980er Jahre. In den Jahren des ersten Golfkrieges und der kriegerischen Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien beschäftigte er sich intensiv mit den menschlichen Abgründen. Es entstanden unter anderen:

„Rückkehr der Barbarei“ sowie „Pollinger Totentanz“. In der Ausstellung werden Bilder dieser Zeit zu sehen sein.



Nana Dix

Nana Dix Arbeit in der Alten Wache ist eine Multimediainstallation zum Thema: WIDER DES VERGESSENS

Sie setzt sich kritisch mit dem Ort und der Umgangsweise mit

dem Ort an sich in der heutigen Zeit, 75 Jahre nach Kriegsende, auseinander. Die Arbeit lädt ein und mahnt dazu sich mit unserer eigenen, deutschen Geschichte auseinanderzusetzen, Sich hineinzubegeben und genau hinzuschauen. Dies war auch eine kritische Intension Ihres Großvaters Otto Dix – Genau hinzusehen!

Deswegen kann Ihr Beitrag zur Ausstellung auch als eine Art

„Hommage" an Ihn angesehen werden.

 

Musik von Rayon / Markus Acher



Otto Dressler

(+2006), gilt als Begründer der Verfremdung. Beschäftigte sich nahezu seine ganze Schaffungsfase mit „vermeidbarer Gewalt“. Dies geschah in ca. 250 Ausstellungen und Aktionen weltweit.

 

In der Ausstellung werden Objekte und originale Reliquien seiner Verfremdungen zu sehen sein.



Cornelia Rapp

beschäftig sich in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder mit der Transformation von Räumen, die oftmals in einem historischen Kontext stehen.

#TransmittingLight.

In der Ausstellung wird sie einen Raum ganz dem Frieden widmen.



Wolfram Kastner

macht Kunst, die stört und sich einmischt; Kunst, die sichtbar macht, was sonst nicht zu sehen ist. Seine Kunst provoziert Nachdenken und Diskussion, nicht selten auch Widerspruch, Verbote und Strafanzeigen.

In der Ausstellung wird eine seiner Installationen zu sehen sein.



Franz Hartmann

ruft in seinen Projekten immer wieder nach einem „realen Umgang mit der Realität“. Neben der Aktion 750 Fahnen wird er sich in der Ausstellung mit der scheinbar erwarteten Akzeptanz von präventiver Gewalt, auseinandersetzen.



Axel Wagner

Künstler und Psychiater/Psychotherapeut beschäftigt sich in seinen Werken immer wieder mit psychologischen Phänomenen. In „Kunst Hält Wache“ untersucht er in seiner dreiteiligen Arbeit „FLAGGE“ die Deutsche Fahne und die damit einhergehenden vielschichtigen Bedeutungen, Empfindungen und Verantwortlichkeiten.



Dieter Olaf Klama

Der schwer einzuordnende Künstler studierte Grafik und Malerei. Bekannt wurde er durch seine Karikaturen; sein Markenzeichen ist die Anwendung der Kalligraphie in seinen Werken. Klama hat 1968 und 1972 zweimal den Bundesfilmpreis, den Deutschen Jugendbuchpreis, den Thessaloniki-Filmpreis, den Italienischen Filmpreis und den Buchpreis der Frankfurter Buchmesse erhalten.



Günter Wangerin

Maler und Grafiker; bekannt für radikale Aktionskunst, langjährige Zusammenarbeit mit Hanne Hiob (Tochter von Bertolt Brecht) bei der Straßeninszenierung der Gedichte „Der Anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“ und „Legende vom toten Soldaten“. Neben dem für die Ausstellung entstehenden Objekt „Wozu ist die Straße da?“ wird auch seine Hommage an Hanne Hiob zu sehen sein.



Harry Sternberg

Fotograf und Kurator im Raum B1 in Utting beschäftigt sich immer wieder mit Dokumentationen bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht u. a. zu den Themen Flucht, Vertreibung und Lebensgeschichten .

Mit der Videoarbeit in der Ausstellung „Eine missbrauchte Jugend? – Von Tätern zu Opfern“ rüttelt er auf, was das Leben für junge Menschen in einer Diktatur bedeutet.

 

 



Paul Rietzl

ist freiberuflicher Illustrator und Comic-Zeichner, immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten Geschichten zu erzählen. "Denn wenn es darum geht zu kommunizieren und Sachverhalte begreiflich zu machen, dann gibt es immer eine Geschichte zu erzählen. Und dafür ist jedes Detail von Bedeutung. Das Bewusstsein für diese Details, die sich zum Ganzen summieren, ist mein zeichnerisches Leitmotiv."



Samuel Schaab

De Formation

Stahl verbiegt sich zu Feedback-Schleifen.

Eine Ansammlung dieses deformierten Materials schwebt im Raum und dreht sich in endloser Wiederholung.

Die Rückkopplung wird hörbar.

Medium ; Skulptur/Installation I Stahl, Sound, Motor



Sina-Maria Schweikle

Sina-Maria Schweikle, die Künstlerin lebt derzeit in Beirut. Der Zustand zwischen Krieg und Frieden wird in Ihrer flatscreen Arbeit „Fake Peace“ in der Ausstellung für den Betrachter greifbar. Auch im Rahmen-program wird sie zu Ihren Eindrücken aus ihrem Alltag in Nahost „wann ist Krieg ein Krieg“ und „wann ist Frieden ein Frieden“ berichten.



Wenzel Ziersch

Schreiben als Exerzitium, Die Schrift wird abgelöst von ihrer Qualität als Informationsträger. Hier am Beispiel der „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von 1948.



Janos Fischer

Janos Fischer, Audioinstallation VORLADUNG — ein Katz und

Maus Spiel der unsichtbaren Macht

 



Andreas Kloker

Performance: "VERGEHEN vergehen"

Auf einer schwarzen Tafel entstehen durch Wasser Bilder, durch Wärme und Luft verwandeln sie sich zu neuen Bilder und vergehen, Stille.

Schreiben: " Gib mir dein Wort: WEISS auf SCHWARZ"

 



Simon Weckert

versucht in seiner Arbeit, den Wert von Technologie nicht im Hinblick auf den tatsächlichen Nutzen, sondern aus der Perspektive zukünftiger Generationen zu bewerten. Er möchte das Bewusstsein für den privilegierten Staat schärfen, in dem Menschen in der westlichen

Zivilisation leben, und sie an die mit diesem Privileg verbundenen

Verpflichtungen erinnern.



Max Weisthoff

Skulpturale Eingriffe in Raum und Situation: Performativ werden Aspekte der Architektur in Konfrontation mit Körper und Wahrneh-mung gebracht. Im Nachhall des sich ergebenden Spaltraums tastet die fortlaufende Bildwerdung hierbei nach weiterhin haltbaren

Zustandsformen des sicht- und fassbaren. Arbeit an Skulptur ist immer auch atmosphärische Behauptung und Hinterfragung des eigenen Ist-Moments im Raum. 



Anne Wodtcke

Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die körperliche, subjektive Erfahrung von Wirklichkeit. Häufig verbindet sie selbstgedrehtes Material mit Found Footage, Handyaufnahmen und Field-Recordings, wodurch Brüche und Irritationsmomente entstehen. Die Erzählungen sind offen, fragmentarisch, assoziativ und meist abstrakt –poetisch. Die gezeigten Bilder können als Seelenlandschaften gelesen werden und bieten Raum für vielfältige Assoziationen.



Gila Prast Stolzenfuss

Performance im Rahmenprogram: es werden Situationen aufgestellt, die sich dem Wirkungskreis der Oberfläche entziehen. Energieen werden sprachlich verunsachlicht und damit gewinnt surrealer Charme

die tödliche Eleganz der Dynamik.



Peter Bayer

lädt im Wechselspiel von Dimensionen phrasenhafte Begriffe in verändertem Zusammenhang neu auf.



Andreas Bindl

Der 2010 verstorbene Bildhauer galt als einer der Bedeutendsten seines Jahrgangs. In seinen Werken setzte er sich viel mit der Vergänglichkeit des Lebens auseinander.



Rainer Hahn

Betonskulpturen - Beton ist ein Werkstoff ohne Charakter und

Eigenschaften. Im flüssigen Ausgangszustand ist er formlos und fügt sich in jede Hülle, in die er gebracht wird. Braucht Wände und Grenzen, um Kontur zu erlangen. Hat er sich gesetzt, nimmt er Haltung an. Von nun an ist jede Veränderung nur über seine Zerstörung möglich.

www.rainerhahn.de



Kristina Milz

Kristina Milz lässt mit den Künstlern Harry Sternberg, Janos Fischer und Franz Hartmann eine Installation zum Buchprojekt „Todesursache:

Flucht. Eine unvollständige Liste“ entstehen – eine Dokumentation des Sterbens im Zusammenhang mit der Flucht nach Europa. Sie ist Historikerin, Journalistin und Herausgeberin des Buches, aus dem es

im Rahmenprogramm auch eine gemeinsame Lesung mit Schülerinnen und Schülern geben wird.

 

 

 



Kunst und Frieden e.V.

75 Jahre Frieden im eigenen Land waren und sind nicht selbst-verständlich! Der Ausstellungsbeitrag des Vereins Kunst für Frieden e.

V. dokumentiert die bildkünstlerischen Bemühungen um den Erhalt des Friedens nach dem II. Weltkrieg. Ausgangspunkt sind einige aus-gewählte Bilder aus der Wanderausstellung „Künstler gegen

Atomkrieg“ (die in den Jahren 1959 – 1961 in zahlreichen Städten gezeigt worden ist). Über Bilder, die Stellung beziehen gegen den Vietnamkrieg, die Raketenstationierungen, Kriege im Nahen Osten wird der Bogen gespannt bis zu heutigen Bedrohungen des Friedens mit einigen Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.



Ramona Schintzel

Ramona Schintzel transformiert fotografierte Zeitgeschichte in emotionsgeladene Ölgemälde. In ihren Portraits nimmt sie den Betrachter mit in vergangene Zeiten und erzählt Geschichten mit

sozial- und gesellschaftskritischem Hintergrund. Ihre Protagonisten sind die einfachen, kleinen Leute, die namenlos in Szene gesetzt und im Hier und Jetzt wieder zum Leben erweckt werden.



Ben Goossens

Ben Goossens stellt uns einen Raum vor Augen, der genauso Weg ist wie Raum, und bei dessen Betrachtung wir nur die Assoziationen

unseres kulturellen Gedächtnisses heranziehen können. Wir entdecken diese Raumflucht gerade erst. Wir müssen ihre Bestimmung erst noch ermitteln. Müssen wir? Und ist es nicht bemerkenswert, dass das ganze schon überholt und verlassen anmutet, und doch so, als käme es erst in der Zukunft zur Realität? Utopisch – aber so, dass diese Utopie bereits dem Verfall preisgegeben ist. Die Zukunft ist hier Vergangenheit. (Nikolai Vogel)



Konstantin Wecker

Liedermacher und bedingungsloser Pazifist, reiste 2003 zusammen mit der German peace delegation nach Bagdad um dort kurz vor den erwarteten Bombardements ein Konzert geben. Gemeinsam mit Harry Sternberg, Janos Fischer und Franz Hartmann wird er seine Reise dem Besucher in Form einer Installation zugängig machen.

Foto:  Thomas Karsten

 



Hanne Hiob

Hommage Hanne Hiob (1923-2009)

Hanne Hiob, Bertolt Brechts älteste Tochter, war Initiatorin und Aktivistin von zahlreichen politisch-theatralischen Aktionen, z.B. „Der anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“ sowie „Die Legende vom toten Soldaten“. Ergänzend zu einer Installation der Masken für den „Anachronistischen Zug“ von Günter Wangerin werden vier Schaukästen zu diesen Aktionen aus der Ausstellung „Brecht unliterarisch verwenden – Hanne Hiob zum 80.“ (München Gasteig 2003, Kuratorin: Ursula Ebell, Gestaltung: Tobias Wittenborn) gezeigt.



Claudia Starkloff

Claudia Starkloff, Treibhaus II ist ein realer, funktionaler aber auch absolut artifizieller Garten. Die begehbare Installation besteht im Inneren aus Setzlingen historischer Nutz- und Kulturpflanzen, die

sich durch die Entnahme des Saatguts aus der Frucht oder den Blütenständen vermehren lassen. Durch diese uralte gärtnerische Praxis ist eine breite Pflanzenvielfalt entstanden, die unter Gärtnern und Kleinbauern oft getauscht und verschenkt wurden und so sinn-bildlich für einen friedlichen Austausch der Kulturen stehen. Am Ende des Projekts werden die Pflanzen an die Besucher verschenkt.

www.claudia-starkloff.com



Sybille Engels

Sybille Engels widmet sich in ihrer Arbeit der Sprache: „Vorsicht mit

Worten“. In Geschichten, Geschichtlichem, Zitaten und Malerei nähert sie sich der Frage: Wie gehen wir mit der Macht der Sprache um, erkennen wir Wortbilder und ihre verschleierten Bedeutungen, wie können wir vertrauen? Die bildende Künstlerin und Redakteurin hat sich intensiv mit antidemokratischen Gruppierungen der Region auseinandergesetzt, ihre Erfahrungen fließen in diese Arbeit ein.

 



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