WICHTIGER HINWEIS

Auf Grund des Krisennotstandes findet Kunst-hält-Wache zunächst online statt.

Die aktuelle Situation macht es uns noch einmal mehr bewusst, was Frieden und Wohlstand für uns bedeuten.

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Der analoge Starttermin wird sobald absehbar bekanntgegeben.

„Kunst hält Wache“

75 Jahre Frieden im eigenen Land

Vor 75 Jahren lag Europa und auch Deutschland in Trümmern. Heute sind Frieden, Freiheit und Wohlstand scheinbar ganz selbstverständlich. Doch eine friedvolle Welt gab es die letzten 75 Jahre nicht für alle Menschen. Wie gefährdet ist der Friede in unserem Land? Wie gehen wir mit unserer Geschichte nach 75 Jahren um?

Kunst als Mahnmal für den Frieden. Im Frühjahr präsentieren rund 30 Künstler auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik der Nazis im

Frauenwald in Landsberg am Lech das Kulturprojekt „Kunst hält Wache“. In der „Alten Wache“, dem Eingang des seit 75 Jahren verfallenen Fabrikgeländes, werden sie sich mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandersetzen: Objektkunst, Malerei, Video, Installation und Aktionskunst.

Parallel dazu wird im Rahmenprogramm das Thema Krieg und Frieden mit Lesungen, Vorträgen, Performances und Gesprächsrunden beleuchtet. Junge Menschen haben die Gelegenheit, eigene Projekte zu realisieren. 750 Fahnen für den Frieden sollen vier Wochen vor der Veranstaltung in ganz Landsberg auf das Projekt aufmerksam machen.

Kunst hält Wache wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Landsberg am Lech und dem Verein Kunst hält Wache e.V. Künstlerischer Leiter ist der Künstler Franz Hartmann. 

 

Die „Alte Wache“ ist die ehemalige Eingangspforte des einstigen Fabrikgeländes im Frauenwald. Eine Anlage vorgesehen zur großtechnischen Produktion von Nitrozellulose, einem explosions- und brandgefährdeten Stoff, der dann in der DAG bei Kaufbeuren zur Geschützmunition weiterverarbeitet werden sollte. Das Werk ging nie in Betrieb und so hatte sich bis 1998 in militärisch bedingter Abgeschiedenheit der komplette Gebäudebestand eines im NS-Deutschland gebauten Rüstungsbetriebes erhalten. Zwischen 1938 und 1945 waren im Deutschen Reich mehrere Dutzend vergleichbarer Fabriken errichtet worden, die nach dem Kriegsende zum größten Teil zerstört wurden. Die Landsberger Anlage steht somit als einzige materiell erhaltene Anlage exemplarisch für eine Vielzahl von Fabriken, die im ganzen Deutschen Reich verteilt standen. Sie ist ein in ihrer Art einmaliges Zeugnis für den hohen Stellenwert der Rüstung im NS-Staat und für die hochprofessionelle und perfektionistische Ausführung militärischer Anlagen dieser Zeit. Die „Alte Wache“, ist noch im Originalzustand erhalten, dient als Veranstaltungsort für „75 Jahre Frieden im eigenen Land“ und wird exemplarisch für die anderen noch erhaltenen Rüstungsbauten selbst zum Kunstobjekt.

 

Aktionszeitraum 30. April bis 10. Mai 2020

Donnerstag bis Sonntag von 10 – 22 Uhr

Für Schulklassen auch nach Anmeldung außerhalb der Öffnungszeiten.

Jugendprojekte

Ein breites, generationenübergreifendes Publikum soll bei dem Projekt die Möglichkeit haben, sich mit dem Thema Krieg und Frieden auseinanderzusetzen.

Künstler*innen

Künstler, die sich zumeist schon in der Vergangenheit intensiv mit dem Thema Krieg und Frieden beschäftigt haben nehmen an diesem Projekt teil.

Galerie

Eindrücke zum laufenden Projekt, Personen, Werke und der Alten Wache.

 

 


Grußwort des Schirmherrn

„75 Jahre Frieden im eigenen Land“ – den Titel des Kunstprojekts muss man sich ganz bewusst machen. Vor 75 Jahren lag Europa und damit auch Deutschland in Trümmern, heute sind Frieden, Freiheit und Wohlstand für uns etwas ganz Selbstverständliches geworden. Und genau da setzt das Projekt „Kunst hält Wache“ an: es möchte anlässlich des Kriegsendes vor 75 Jahren einem breiten Publikum, jung und alt, die Möglichkeit geben, sich mit dem Thema Krieg und Frieden durch die Kunst auseinandersetzen zu können. Auch der Ort, die Alte Wache, ist ganz bewusst gewählt.

 

Die Gebäude im Frauenwald, geplant als Nitrozellulosefabrik in den Jahren 1937 bis 1940, haben die letzen 75 Jahre nahezu unverändert überdauert, leer, ohne Funktion. Im Rahmen dieses Projekt bieten sie Ausstellungsfläche für regionale und überregionale Künstler und Landsberger Jugendliche, die sich gemeinsam dem großen Thema widmen: „Frieden“.

 

Mathias Neuner

Oberbürgermeister

Ansprechpartner für das Projekt


Stadt Landsberg am Lech | Katharinenstraße 1 | 86899 Landsberg am Lech | www.landsberg.de

Dieses Projekt wird gefördert von